Gesetzliche Regelungen

Lieber Skilehrer,

Du hast im Ausland die Skilehrerausbildung abgeschlossen und möchtest nun in Südtirol unterrichten. Falls Du den höchsten Ausbildungsgrad in Deinem Herkunftsland erlangt hast, so ist das auch möglich.

Je nachdem, wie lange Du in Südtirol arbeiten möchtest, sind verschiedene Auflagen zu erfüllen.

Bei ständiger Berufsausübung  ist eine Eintragung in das Landesberufsverzeichnis für Skilehrer notwendig.

Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Besitz einer gleichwertigen ausländischen Skilehrerausbildung (die Ausbildung muss mindestens dem ISIA- Minimumstandard entsprechen)
  • Nachholen von fehlenden Ausbildungsmodulen oder Prüfungen
  • Ablegen der Kolloquiumsprüfung (mündliche Prüfung über Kenntnisse der Geographie des Landesgebietes, über die geographische Beschaffenheit der Alpinlandschaft und über die Klima- und Wetterbedingungen Südtirols, welche für die Sicherheit des Skifahrens erforderlich sind, sowie Kenntnisse über die Rechtsvorschriften in Bezug auf Skischulen und Skilehrer) vor der Landesprüfungskommission)
  • Ablegen der Didaktikprüfung über den italienischen Lehrplan vor der Prüfungskommission
  • Ablegen der Prüfung über den Kinderlehrplan
  • Eurotest
  • Besuch eines  Fortbildungskurses mit technisch-praktischen Inhalt  (muss alle 2 Jahre besucht werden)
  • Entrichtung des jährlichen Jahresbeitrages
  • Abschluss einer Haftpflichtversicherung mit einer jährlich festgesetzten Mindestdeckung

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Zeitweilige und gelegentliche Berufsausübung

Es wird eine zeitlich begrenzte Berufsausübungsgenehmigung ausschließlich von der zuständigen Landesbehörde erteilt.

Nachstehend die gesetzliche Verordnung  LG  vom 19. Februar 2001, Nr. 5, Art. 8 Absatz 7 und 8 (nicht im Landesberufsverzeichnis eingetragene Skilehrer)

(7) Die gelegentliche Berufsausübung auf Landesebene seitens jener, die die Berufsqualifikation zum Skilehrer in anderen Staaten erworben haben, ist unter der Voraussetzung gestattet, dass eine vorhergehende Mitteilung an das zuständige Landesamt erfolgt und sie in Übereinstimmung mit den Bestimmungen zur Umsetzung der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen steht. Die Landesregierung legt die Kriterien und die Vorgehensweisen zur Bewertung der gelegentlichen Ausübung des Skilehrerberufes fest.

(8) Im Falle der erstmaligen Ausübung der Tätigkeit durch Skilehrer aus dem Ausland muss die Meldung laut Absatz 7 die Überprüfung der beruflichen Qualifikation , der Kenntnisse des Betroffenen und des Versicherungsschutzes für die Tätigkeit in Südtirol ermöglichen, um Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit der Kunden zu vermeiden. Bei wesentlichen Unterschieden zwischen der beruflichen Qualifikation des Betroffenen und der von den Landesbestimmungen vorgesehenen Ausbildung, wodurch Gesundheitsschäden und mangelnde Sicherheit des Benutzers entstehen können, kann der Antragsteller diese Mängel durch das Bestehen einer spezifischen Eignungsprüfung ausgleichen. Die Kosten hierfür trägt der Betroffene.

Die rechtliche Zuständigkeit für beide Ansuchen obliegt der Autonomen Provinz Bozen

Funktionsbereich Tourismus (35.4)

Dr. Elisa Montali

Raiffeisenstr. 5

39100 Bozen

Tel. 0471 413771

Email: elisa.montali@provinz.bz.it

 

Infos erhalten Sie auch bei der Landesberufskammer der Skilehrer in Südtirol

Renate Zadra

Email: renate.zadra@snowsport.bz.it

Tel. 0471 981092